Barmer Bergbahn
Die Barmer Bergbahn 1894 - 1959
Zur Stilllegung der Wuppertaler Zahnradbahn vor 50 Jahren
Jürgen Eidam / Wolfgang R. Reimann
144 Seiten, gebunden, über 300 Abb.
mit Vorwort von Oberbürgermeister Peter Jung
Die Barmer Bergbahn
Am 4. Juli 1959 fuhr die Barmer Bergbahn zum letzten Mal. Wegen der positiven Erinnerung an die Zahnradbahn, wurde im Rahmen des Strukturprogramms "Regionale 2006" der Teil der ehemaligen Bergbahntrasse, der durch den Barmer Wald bis zur Endstation am Toelleturm führt, zu einem Spazierweg umgestaltet und auf beiden Seiten durch Granitstelen markiert.
Seit dem 16. April 1894 pendelte die Bergbahn zwischen der Talstation Am Clef -dort steht heute das Barmer Heizkraftwerk - und den Barmer Südhöhen. Sie war die erste elektrische Zahnradbahn Deutschlands und weltweit die erste ausgereifte elektrische Bahn ihrer Art - zweigleisig und mit Stromrückgewinnung durch das Abbremsen auf der Talfahrt. Pünktlich selbst bei Schnee und Eis, bewältigte sie in nur zwölf Minuten einen Höhenunterschied von 171 Metern bei einer Streckenlänge vonl,62 Kilometern.
Die Fahrt hinauf zum Toelleturm bot zuerst einen grandiosen Ausblick auf Barmen und dann eine idyllische Waldstrecke. Wie an einer Perlenschnur waren die Anlagen des Barmer Verschönerungsvereins, Barmer Stadthalle, Planetarium, Luftkurhaus und Toelleturm aufgereiht. Diese und weitere Attraktionen, Restaurants und Cafés machten die Barmer Südstadt zu einem im Rheinland einmaligen Stadtviertel.
Barmer Bürger schufen mit der ,,ActienGesellschaft Barmer Bergbahn" eine Pionierleistung, die wie die Schwebebahn ein Symbol für die innovative Verkehrspolitik und Tatkraft im Wuppertal zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist.
Der furchtbare Luftangriff auf Barmen am 30. Mai 1943 traf die Südstadt mit voller Wucht. Die Attraktionen waren danach so schwer beschädigt, dass sie bis auf den Toelleturm in den Fünfziger Jahren abgerissen wurden.
Als 1954 im Stadtrat eine Mehrheit die Stilllegung der Barmer Bergbahn beschloss - eine Entscheidung, die nie hätte fallen dürfen - begann ein fünfjähriger Kampf um ihren Erhalt. Es kam zu Protesten von Bürgern aus ganz Wuppertal. Die beiden Autoren stellen diese sehr kontrovers geführte Diskussion ausführlich dar und beziehen selbst pointiert Stellung.
Die renommierten Verkehrshistoriker Jürgen Eidam und Wolfgang R. Reimann legen fünfzig Jahre nach der Stilllegung die erste Publikation vor, die ausschließlich und umfassend die Geschichte der Wuppertaler Zahnradbahn darstellt. Sie dokumentieren diese mit einer Fülle von historischen Fotos. Dabei legen sie Wert auf bisher unbekanntes Bildmaterial, so dass auch gute Kenner der Barmer Bergbahn Neues entdecken werden.
Peter Jung, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal
Am 4. Juli 1959 fuhr die Barmer Bergbahn zum letzten Mal. Wegen der positiven Erinnerung an die Zahnradbahn, wurde im Rahmen des Strukturprogramms "Regionale 2006" der Teil der ehemaligen Bergbahntrasse, der durch den Barmer Wald bis zur Endstation am Toelleturm führt, zu einem Spazierweg umgestaltet und auf beiden Seiten durch Granitstelen markiert.
Seit dem 16. April 1894 pendelte die Bergbahn zwischen der Talstation Am Clef -dort steht heute das Barmer Heizkraftwerk - und den Barmer Südhöhen. Sie war die erste elektrische Zahnradbahn Deutschlands und weltweit die erste ausgereifte elektrische Bahn ihrer Art - zweigleisig und mit Stromrückgewinnung durch das Abbremsen auf der Talfahrt. Pünktlich selbst bei Schnee und Eis, bewältigte sie in nur zwölf Minuten einen Höhenunterschied von 171 Metern bei einer Streckenlänge vonl,62 Kilometern.
Die Fahrt hinauf zum Toelleturm bot zuerst einen grandiosen Ausblick auf Barmen und dann eine idyllische Waldstrecke. Wie an einer Perlenschnur waren die Anlagen des Barmer Verschönerungsvereins, Barmer Stadthalle, Planetarium, Luftkurhaus und Toelleturm aufgereiht. Diese und weitere Attraktionen, Restaurants und Cafés machten die Barmer Südstadt zu einem im Rheinland einmaligen Stadtviertel.
Barmer Bürger schufen mit der ,,ActienGesellschaft Barmer Bergbahn" eine Pionierleistung, die wie die Schwebebahn ein Symbol für die innovative Verkehrspolitik und Tatkraft im Wuppertal zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist.
Der furchtbare Luftangriff auf Barmen am 30. Mai 1943 traf die Südstadt mit voller Wucht. Die Attraktionen waren danach so schwer beschädigt, dass sie bis auf den Toelleturm in den Fünfziger Jahren abgerissen wurden.
Als 1954 im Stadtrat eine Mehrheit die Stilllegung der Barmer Bergbahn beschloss - eine Entscheidung, die nie hätte fallen dürfen - begann ein fünfjähriger Kampf um ihren Erhalt. Es kam zu Protesten von Bürgern aus ganz Wuppertal. Die beiden Autoren stellen diese sehr kontrovers geführte Diskussion ausführlich dar und beziehen selbst pointiert Stellung.
Die renommierten Verkehrshistoriker Jürgen Eidam und Wolfgang R. Reimann legen fünfzig Jahre nach der Stilllegung die erste Publikation vor, die ausschließlich und umfassend die Geschichte der Wuppertaler Zahnradbahn darstellt. Sie dokumentieren diese mit einer Fülle von historischen Fotos. Dabei legen sie Wert auf bisher unbekanntes Bildmaterial, so dass auch gute Kenner der Barmer Bergbahn Neues entdecken werden.
Peter Jung, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal
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